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Update zu A1-Bescheinigungen

EU-Kommission zu vorläufiger Einigung im Trilog-Verfahren

Nach einer Mitteilung der Europäischen Kommission haben sich die EU-Rechtsetzungsorgane auf eine Überarbeitung der Verordnungen (EG) 883/2004 und 987/2009 verständigt. Es handelt sich noch um eine vorläufige Einigung, die noch der Annahme durch das Europäische Parlament und den Europäischen Rat bedarf.

Einer der Eckpunkte der Einigung ist, dass für Dienstreisen ins EU-Ausland künftig keine A1-Bescheinigung mehr beantragt werden muss. Dies würde nach aktuellen Stand für Geschäftsreisen gelten 

-         die nicht mit der Erbringung von Dienstleistungen oder

-         der Herstellung von Produkten verbunden ist.

Bitte beachten Sie, dass die vorgenannten Erleichterungen noch nicht in Kraft getreten sind. Es bleibt daher abzuwarten, ob alle beteiligten Länder der vorläufigen Einigung zustimmen und wie der Dienstreisebegriff abschließend definiert sein wird.

Bis zu einer rechtlich verbindlichen Umsetzung sollte insbesondere für regelmäßige grenzüberschreitende Tätigkeiten innerhalb der EU/Schweiz sichergestellt werden, dass die Mitarbeiter auch bei kurzen Dienstreisen eine A1-Bescheinigung haben. Anderenfalls droht der Erlass empfindlicher Bußgeld- und Beitragsbescheide durch die ausländischen Versicherungsträger (Geldstrafen von bis zu EUR 10.000 per Fall).

Weiterhin gilt, daß das elektronische Antrags- und Bescheinigungsverfahren ab dem 1. Juli 2019 auch in Deutschland verpflichtend ist. Das automatisierte Verfahren wird in die Entgeltabrechnungsprogramme eingebunden. Auch eine Datenübertragung mittels einer maschinellen Ausfüllhilfe erfüllt die gesetzlichen Anforderungen. 

Ihr Ansprechpartner für weitere Fragen:

Björn Christian Gerow

+49-211-17257-15

b.c.gerow@egsz.de

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