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Das neue elektronische Transparenzregister – Pflichten zum 1. Oktober 2017

Am 26. Juni 2017 ist das neue Geldwäschegesetz (GWG n. F.) in Kraft getreten, das unter anderem die Einführung eines elektronischen Transparenzregisters regelt.

Seit dem 1. Oktober 2017 haben bestimmte im Inland ansässige Vereinigungen (u.a. juristische Personen, eingetragene Personengesellschaften, bestimmte Vereine und Treuhänder) auf Grund der Änderung des Geldwäschegesetzes ihren wirtschaftlich Berechtigten zu melden. Der wirtschaftlich Berechtigte ist hierbei diejenige natürliche Person, welche unmittelbar oder mittelbar - mehr als 25 % der Kapitalanteile hält, - mehr als 25 % der Stimmrechte der Vereinigung kontrolliert - oder auf vergleichbare Weise entsprechende Kontrolle über diese ausübt. Meldepflichtig sind all jene Gesellschaften, bei denen nicht schon aus einem amtlichen Register die dahinter stehende natürliche Person erkennbar ist. Dies ist beispielsweise der Fall bei mehrstöckigen Beteiligungsstrukturen, insbesondere mit ausländischer Beteiligung (§20 Abs. 1 GWG n.F.). Konkret anzugeben sind: - Vor- und Nachname - Geburtsdatum - Wohnort - Art und Umfang des wirtschaftlichen Interesses Abfrageberechtigt sind grundsätzlich Aufsichts- und Strafverfolgungsbehörden, melde-pflichtige Personen, die durch die Abfrage ihrer Sorgfaltspflicht nachkommen, sowie weitere Personen mit berechtigtem Interesse. Ein Verstoß gegen die Neuregelung kann als Ordnungswidrigkeit mit Geldbußen von bis zu EUR 100.000,00 (in schweren oder wiederholten Fällen bis zu EUR 1.000.000,00) oder in Abhängigkeit des aus dem Verstoß gezogenen wirtschaftlichen Vorteils bestraft werden. Ansprechpartner: Ralf Kuhlmann Steuerberater Telefon: +49-211-17257-0 r.kuhlmann@egsz.de Jessica Groove Wirtschaftsprüferin Steuerberaterin Telefon: +49-211-17257-0 j.groove@egsz.de

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